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Der junge Marx

  • Sonntag, 11. November 2007 @ 08:18
Geschichte Stefan Kraft/ Karl Reitter (Hg.)
DER JUNGE MARX
Philosophische Schriften
ISBN 978-3-85371-274-0, br., 172 Seiten, 12,90 Euro, 23,- sFr.
Edition "Linke Klassiker"
Promedia-Verlag Wien, 2007


Als Karl Marx im Jahre 1848 im Alter von 29 Jahren gemeinsam mit Friedrich Engels das "Manifest der Kommunistischen Partei" veröffentlichte, konnte er bereits auf eine Fülle von richtungsweisenden Schriften zurückblicken. Zu den bekanntesten Werken aus seinen Jugendjahren zählen unter anderem "Die heilige Familie", "Die deutsche Ideologie", die "Ökonomisch-philosophischen Manuskripte" und die "Thesen über Feuerbach".

Diese Abhandlungen zeigen auf faszinierende Weise die raschen und umwälzenden Veränderungen im Marxschen Denken, seinen Geistesweg von der deutschen Philosophie hin zu einem revolutionären Programm, seine radikalen Auseinandersetzungen mit den Linkshegelianern und Frühsozialisten.

Wir erleben einen Denker, der früh erkennt, wie die Verwirklichung der Philosophie eine emanzipatorische Umwälzung der gesellschaftlichen Verhältnisse bewirken kann. Wir treffen auf einen scharfen Kritiker des Staates, der, vor allem in seiner ausführlichen Kritik an Hegel, den Widerspruch zwischen Staat und Gesellschaft herausarbeitet. Revolution, so Marx, muss "die Revolution radikaler Bedürfnisse sein". Kommunismus ist daher auch kein fixer, anzustrebender Zustand, sondern "Kommunismus [ist] die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt".

In seinen frühen Analysen der ökonomisch-sozialen Verhältnisse im Allgemeinen und dem Arbeitsprozess im Besonderen finden wir eine scharfe Kritik der Lohnarbeit. Marx, der sie grundlegend als entfremdete Arbeit erkennt, konstatiert unmissverständlich: "Ihre Fremdheit tritt darin rein hervor, dass, sobald kein physischer oder sonstiger Zwang existiert, die Arbeit als eine Pest geflohen wird."

Wie dringlich eine Revolution vonnöten ist, beweist Marx mit seiner Analyse der psychischen und physischen Reduktion des Menschen im kapitalistischen Arbeitsprozess, und er setzt ihr die Entwicklung der Allseitigkeit und die Entfaltung der Persönlichkeit entgegen. Die Individuen "müssen den Staat stürzen, um ihre Persönlichkeit durchzusetzen."

Mit der Schriftensammlung "Der junge Marx" haben Stefan Kraft und Karl Reitter den Versuch unternommen, die wichtigsten Argumente, Thesen und Textstellen im Marxschen Frühwerk aufzuspüren und ihre Aktualität in der Beantwortung heutiger gesellschaftspolitischer Fragen unter Beweis zu stellen.

Die Herausgeber:
- Karl Reitter, Jahrgang 1953, studierte Philosophie, arbeitet als Lehrbeauftragter an der Universität Wien und ist Mitherausgeber der Zeitschrift "grundrisse - zeitschrift für linke theorie und debatte".
- Stefan Kraft, Jahrgang 1975, ist freischaffender Publizist in Wien und betreut die "Edition Linke Klassiker" im Promedia-Verlag.


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