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Untragbare Situation für den Radverkehr

  • Mittwoch, 18. Juli 2007 @ 15:30
Verkehr Die Nibelungenbrücke stellt für den Radverkehr die wichtigste Verbindung in Linz über die Donau dar. Durch die massive Nutzung des Autoverkehrs und die (trotz der großen Breite der Brücke) geringen Geh- und Radwegbreiten sowie die hohen Bordsteinkanten werden Radfahrer- und FußgängerInnen auf der Brücke beeinträchtigt und gefährdet. Die 5-spurige Fahrbahn in der an die Brücke in Urfahr anschließenden Hauptstraße stellt für RadfahrerInnen eine massive Barriere gegenüber Querungen dar, was häufig dazu führt, dass RadfahrerInnen die Einrichtungsradwege auf der Brücke vorschriftswidrig in der Gegenrichtung befahren.

Die Initiative FahrRad hat versucht, alle möglichen Verbindungen der Brückenradwege mit den umgebenden Radwegen (u.a. Donauradweg), Radrouten und wichtigen Infrastruktureinrichtungen (z.B. Neues Rathaus) sowie Stadtteilen zu bewerten, und ist zu deutlichen Ergebnissen gekommen: zur Zeit sind nur 5 von 36 untersuchten möglichen Querungen der Donau über die Nibelungenbrücke direkt und durchgehend zu befahren (z.B. Neues Rathaus > Hauptplatz). Die restlichen sind teils durch Radweglücken (z.B. Lücke AEC-Café Landgraf) unterbrochen, erfordern bis zu 600 m Umweg, und verleiten teilweise dazu, die Einrichtungsradwege auf der Brücke in der Gegenrichtung zu benutzen (z.B. Hauptplatz > Neues Rathaus). Details dazu finden Sie in der Studie.

Unverbindliche Verkehrskonzepte

Im Radverkehrskonzept der Stadt Linz wurde im Jahr 1997 angekündigt, für 1998 eine Machbarkeitsstudie für die Brückenauffahrt und die Donauquerung durchzuführen, was bis heute nicht erfolgt ist. Für den Donausteg waren bereits 12 Mio. Euro bereitgestellt worden, die nach dem Scheitern des Projekts inoffiziell für andere Radverkehrsprojekte in Aussicht gestellt wurden. Erklärtes Ziel des Mobilitätsreferates der Stadt Linz ist „die Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr hin zu alternativen Arten der Fortbewegung. Ökologisch verträglicher Mobilität soll Vorrang eingeräumt werden“. Im Radverkehrskonzept der Stadt Linz wurde 1997 angekündigt, dass der Radverkehrsanteil von 4 % auf 7 % angehoben werden soll. Tatsächlich lag er 2001 bei etwa 5 %, die Stadt Salzburg hat zum Vergleich einen Radverkehrsanteil von 20 %! Fest steht, dass deutlich mehr als bisher für den Radverkehr investiert werden muss, um eine spürbare Steigerung des Radverkehrsanteils zu erreichen.

Vertröstung auf Zeit nach Westring inakzeptabel!

Von den verantwortlichen Politikern wird eine Verbreiterung bzw. ein Lückenschluss des Radweges durch Auflassen einer Fahrspur erst nach der Fertigstellung des Westrings für möglich erklärt. Die Initiative FahrRad wird diese Vertröstung auf den „Sankt-Nimmerleinstag“ nicht akzeptieren, da die prognostizierten Reduktionen des Autoverkehrs im Bereich der Nibelungenbrücke durch den Westring (Baukosten 600 Millionen Euro!) nicht in diesem Ausmaß eintreten werden, und sich keine PolitikerInnen finden lassen werden, die die Auflassung der Fahrspur verbindlich und unwiderruflich versprechen können. Groß ist die Zahl der möglichen Ausreden, warum es dann doch nicht realisierbar sein wird!

Attraktivierung jetzt!

Die Initiative FahrRad fordert unverzügliche Verbesserungsmaßnahmen im Rahmen eines Großprojekts, die mit deutlich geringeren finanziellen Mitteln als der Donausteg realisierbar sind, und einen markanten Zuwachs der RadfahrerInnen bewirken könnten, so wie dies in Salzburg nach den Baumaßnahmen im Bereich der Staatsbrücke (ca. 6 Mio. €) erfolgt ist, wodurch sich der Radverkehr mehr als verzehnfacht hat! Die Initiative FahrRad hat ein aus insgesamt 12 Punkten bestehendes Anforderungsprofil für das Großprojekt zusammengestellt, um alle Relationen über die Brücke für RadfahrerInnen attraktiv zu gestalten. Gefordert wird zunächst die Durchführung einer Machbarkeitsstudie, um zu klären, wie die Maßnahmen aus dem Anforderdungsprofil umgesetzt werden können (z.B. zusätzliche Belastbarkeit des Brückentragwerks für Verbreiterung, Denkmalschutz). Basierend auf den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie soll ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben werden, wobei das Anforderungsprofil verpflichtend einzuhalten ist. Schließlich fordert die Initiative FahrRad die rasche und verbindliche Umsetzung des Siegerprojekts.

Hier geht´s zur Online-Unterschriftenaktion: http://www.ifahrrad.at/aktuelles_nibbr.html#unterstuetzung
Weitere Infos: http://www.ifahrrad.at/index.html



Wir ersuchen um Unterstützung!?

Damit KPÖ PLUS am 15. Oktober 2017 bei der Nationalratswahl auf dem Stimmzettel steht brauchen wir in Oberösterreich mindestens 400 amtlich beglaubigte Unterstützungserklärungen. Wir ersuchen daher alle, denen die Kandidatur von KPÖ PLUS ein Anliegen ist, um Unterstützung. Unterstützungserklärungen können ab 25. Juli 2017 (Stichtag) bis spätestens zum 18. August 2017 (Einreichungsschluss) abgegeben werden:

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