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„Wassertag“ bei der EL-Sommeruniversität

  • Freitag, 13. Juli 2007 @ 14:29
Europa Auf dem Programm der EL-Sommeruniversität stand am 13. Juli der Schwerpunkt Wasser und dazu eine Exkursion beim Reinhaltungsverband Hallstättersee in Bad Goisern. Hansjörg Schenner, Geschäftsführer des RHV zeigte bei einem Rundgang die moderne Anlage, welche die Abwässer der Gemeinden Bad Goisern, Hallstatt, Obertraun und Gosau, tourismusbedingt für eine Kapazität von 22.000 Menschen ausgelegt, wieder zu Trinkwasserqualität aufbereitet in die Traun ableitet.

Der von den vier Gemeinden getragene Reinhalteverband arbeitet nicht gewinnorientiert und lehnte daher auch nach einem Erfahrungsaustausch in Rostock (D), wo die Privatisierung der Abwasserentsorgung gescheitert war, das „Angebot“ des Konzerns Eurowasser ab, den Neubau der Anlage zu übernehmen. Betont wurde von Schenner bei dem Rundgang auch die intensive Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes.

Werner Sams, Obmann der Wassergenossenschaft Bad Goisern (mit rund 650 Mitgliedern eine der größten der 6.000 österreichischen bzw. der 944 oberösterreichischen Wassergenossenschaften) und Aufsichtsratsvorsitzender von OÖ Wasser (einer Dachorganisation der Wassergenossenschaften), informierte die BesucherInnen ausführlich über die grundsätzliche Bedeutung des Wassers, die historische Entwicklung der Wasserversorgung und den Stellenwert der Genossenschaften in der Daseinsvorsorge.

Deren Bedeutung im Sinne von Gemeinnützigkeit anstelle von Gewinnorientierung, Nachhaltigkeit, Ehrenamtlichkeit und regionaler Unabhängigkeit ist auch in der 2005 vom Landtag einstimmig beschlossenen „Strategie Zukunft Trinkwasser“ festgehalten. Während der bei großen Wasserwerken übliche und auch vom Land vorgeschriebene Mindestpreis 1,27 Euro pro Kubikmeter beträgt, liegt dieser Preis bei den Wassergenossenschaften bei nur 0,50 Euro.

In Österreich werden 63 Prozent der rund acht Millionen EinwohnerInnen von 185 Wasserwerken, 24 Prozent von kleinen Ortswasserversorgungen und Genossenschaften und die restlichen 13 Prozent durch Einzelversorgung über Hausbrunnen und Quellen mit Trinkwasser versorgt. Mit Verweis auf die einschlägige EU-Richtlinie, welche Trinkwasser ausdrücklich als „keine gewöhnliche Handelsware“ definiert, sprach sich Sams entschieden gegen Privatisierungsbestrebungen in der Wasserwirtschaft wie sie von der Welthandelsorganisation WTO und der EU-Kommission betrieben werden und die „Begehrlichkeit“ privater Unternehmen an der öffentlichen bzw. genossenschaftlichen Wasserversorgung aus.


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