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Turnerbund nimmt LH Pühringer in politische Geiselhaft

  • Dienstag, 12. Juni 2007 @ 11:54
News In politische Geiselhaft genommen wird Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) jetzt vom Österreichischen Turnerbund (ÖTB) und dem FPÖ-Abgeordneten Werner Neubauer. Der Anlass dafür ist die Beschädigung eines Denkmals für den vom Turnerbund kultartig verehrten „Turnvater" Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) in Peuerbach (Bezirk Grieskirchen).

Ohne jegliche Beweise bringt Neubauer als Vorsitzender eines Vereins mit dem bezeichnenden Namen „SOS Abendland“ diesen Vorfall in einen politischen Zusammenhang und fordert LH Pühringer auf „als Mitglied des ÖTB-Traun“ dem „unwürdigen Schauspiel bezüglich der Subventionsverweigerung an ÖTB-Vereine durch die Grünen“ ein Ende zu machen.

Die KPÖ-Oberösterreich weist Neubauer jedoch darauf hin, dass nicht die Politik der Grünen oder antifaschistischer Gruppen, sondern das sture Beharren des ÖTB auf seinen deutschnationalen Wurzeln und dem Jahn-Kult der Hintergrund für die anhaltende Kritik am Turnerbund sind: „Es ist zu hoffen, dass die Grünen ihre Linie durchhalten, in der Landesregierung die Vergabe von Subventionen an den ÖTB zu blockieren“, meint KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner und fordert den Bund und die Gemeinden auf, dem ÖTB ebenfalls öffentliche Subventionen zu verweigern, solange sich dieser den deutschnationalen Jahnkult pflegt: „Und wenn LH Pühringer seinen gelegentlich zur Schau gestellten Antifaschismus auch nur ansatzweise ernst nimmt, sollte er konsequenterweise aus dem ÖTB austreten um nicht von deutschnationalen reaktionärsten Kräften instrumentalisiert zu werden“, so Furtlehner.

Weiters verlangt die KPÖ mit Verweis auf eine Stellungnahme des Politologen Anton Pelinka die Umbenennung der nach Jahn benannten Straßen. Pelinka charakterisiert Jahn als „Urahn des Rassismus und aggressiven Nationalismus“. Laut Angaben der Statistik Austria existieren bundesweit in 56 Gemeinden nach Jahn benannte öffentliche Verkehrsflächen.

Laut dem OÖ Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus von 43 politischen, kirchlichen, kulturellen und humanitären Organisationen ist Jahn „mit seinem großdeutsch-völkischen, rassistischen, antisemitischen und österreichfeindlichen Gedankengut zu den frühen ideologischen Vorläufern des Nationalsozialismus". Jahn hielt „Juden und Pfaffen", aber auch „Polen und Franzosen" für „Deutschlands Unglück" und forderte die „Verbannung jeder Ausländerei", ja selbst die „Ausmerzung nicht-deutscher Vornamen".

Das fanatische Gedankengut des „Turnvaters" hat die völkischen Turnvereine geprägt: Der „Deutsche Turnerbund 1919" als Vorläuferorganisation des heutigen Österreichischen Turnerbundes (ÖTB) schloss durch einen „Arierparagraphen" Juden von der Mitgliedschaft aus und stand in enger Verbindung zur NSDAP, der ÖTB selbst fällt immer wieder durch rechtsextreme Inhalte und Symbole auf und pflegt den Jahn-Kult. Für das Netzwerk kann für ein zusammenwachsendes Europa am Beginn des 21. Jahrhunderts ein Ausländer- und Judenhasser aber mit Sicherheit kein Vorbild sein.


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