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Richard Dietl (1911-1971)

  • Donnerstag, 3. August 2006 @ 20:23
Biografien Richard Dietl wurde am 3. August 1911 in Wels geboren. Er besuchte die Volks- und Bürgerschule. Unter anderem übte er den Beruf eines Angestellten aus. Er war verheiratet mit Paula Köpl. Seit seiner frühesten Jugend gehörte er der Arbeiterbewegung an.

1929 wurde er Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes und der KPÖ. Er war dort bis zum Verbot am 26. Mai 1933 tätig und bekleidete in dieser Zeit im örtlichen Bereich führende Funktionen. In der Zeit des Austrofaschismus 1934-1938 war er illegal tätig. Er wurde wegen seiner Betätigung einige Male von der Polizei in Haft gesetzt. Er war sportlich tätig, gehörte dem bekannten Welser Sportverein „Sportklub Hertha Wels“ an.

In der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft von März 1938 bis zu seiner Verhaftung am 7. September 1944 war er weiter für seine Partei tätig. Dietl wurde in das KZ Mauthausen eingeliefert und war der einzige Überlebende der auf Weisung von Gauleiter Eigruber erfolgten Ermordnung von 43 oberösterreichischen Kommunisten – darunter Landesobmann Sepp Teufl – in den letzten Kriegstagen.

Über seine Verhaftung, seinen Aufenthalt im KZ Mauthausen, die Flucht vor der Vergasung bis zur Befreiung durch die US-Armee am 5. Mai 1945 berichtete Dietl bereits am 10. Mai 1945. Dieser Bericht wurde schon im Juni 1945 von der US-Besatzungsmacht in der ersten erlaubten Zeitung, den Oberösterreichischen Nachrichten, abgedruckt.

Nach der Befreiung von der NS-Herrschaft war Dietl bis zu seinem Tode als Trafikant tätig. Er war in der provisorischen Stadtverwaltung zunächst als KPÖ-Stadtrat für das Fürsorgewesen und nach den ersten freien Wahlen von 1945 bis 1949 als Gemeinderat tätig. Dietl war auch viele Jahre Mitglied der Bezirksleitung der KPÖ. Auch setzte sich er voll und ganz für die Opfer des Faschismus ein und war in der Orts-, Bezirks- und Landesleitung des Bundesverbandes Österreichischer Widerstandskämpfer (KZ-Verband) tätig. Wenige Tage nach der Vollendung seines 60. Geburtstages ist er am 10. August 1971 plötzlich gestorben.


Publikationen

 
 
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch. Dokumentation über den kommunistischen Widerstand gegen den NS-Faschismus im Bezirk Vöcklabruck von 1938 bis 1945.
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