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9.000 Menschen bei der Befreiungsfeier in Mauthausen

  • Sonntag, 6. Mai 2007 @ 18:14
Antifa Rund 9.000 TeilnehmerInnen waren laut Polizeiangaben zur diesjährigen Kundgebung in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen anlässlich der Befreiung der Häftlinge durch US-amerikanische Truppen vor 62 Jahren gekommen. Die vom Mauthausen Komitee Österreich und der Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen organisierte Befreiungsfeier würdigte heuer schwerpunktmäßig die Erinnerung an die damals inhaftierten Künstler und Wissenschaftler.

Mit Kranzniederlegungen bei der Gedenktafel für die 42 kurz vor Kriegsende im KZ Mauthausen ermordeten Widerstandskämpfer an der Klagemauer sowie beim Einmarsch der Delegationen auf den Appellplatz beim Sarkophag ehrten KPÖ und KZ-Verband bei der großen Befreiungsfeier am 6. Mai 2007 den antifaschistischen Widerstand und die Opfer des Faschismus.

An der im Jahre 2001 auf Initiative von KZ-Verband und KPÖ-Oberösterreich an der Klagemauer angebrachten Gedenktafel für die am 28. April 1945 bei der letzten Vergasungsaktion im KZ Mauthausen auf ausdrücklichen Befehl von Nazi-Gauleiter Eigruber ermordeten Antifaschisten – darunter der damalige KPÖ-Landesobmann Sepp Teufl – fand eine Gedenkkundgebung statt. Dabei würdigte KPÖ-Gemeinderat Stefan Krenn (Attnang-Puchheim) den Widerstand gegen das Naziregime und mahnte mit Verweis auf aktuelle Entwicklungen zur Wachsamkeit gegen aktuelle Gefahren von Faschismus und Krieg.

Eine Abordnung von KPÖ und KZ-Verband zog mit Fahnen auf den Appellplatz ein. Beim Lagertor wies eine Linzer Frauengruppe auch heuer wieder mit Tafeln auf Beispiele des weiblichen Widerstandes gegen den Nazifaschismus in Oberösterreich hin.

Beim Einmarsch auf den Appellplatz wurden die TeilnehmerInnen von Parlamentspräsidentin Barbara Prammer begrüßt. Der Schriftsteller Michael Köhlmeier machte in seiner Gedenkrede auf die schwierige Rolle eines Erzählers an diesem Ort aufmerksam und spannte dabei den Bogen von der „negativen Heldenverehrung“ zur Würdigung der Opfer. Bei der Kundgebung waren auch heuer wieder zahlreiche PolitikerInnen anwesend.

Erstmals fand im Zusammenhang mit der Befreiungsfeier ein internationaler Jugendmarsch vom Ortszentrum Mauthausen zur Gedenkstätte statt. Bereits Samstagabend war das Oratorium "... und alle Toten starben friedlich ..." über den Umgang einer jungen Frau mit der bedrückenden Geschichte des Massenmordes in den Konzentrations- und Vernichtungslagern uraufgeführt worden. Im Besucherzentrum widmet sich bis 30. September eine Ausstellung dem Thema Kunst und Kultur im KZ Mauthausen. Auf dem Areal des früheren KZ Gusen thematisiert ein Audioweg mit dem Titel "Das unsichtbare Lager" das erloschene Gedächtnis an die NS-Diktatur.

In dem 1938 unmittelbar nach der Annexion Österreichs durch Hitlerdeutschland errichteten Nazi-Konzentrationslager Mauthausen und seinen rund 50 Nebenlagern wurde die Hälfte der insgesamt über 200.000 inhaftierten Menschen – darunter Regime-Gegner, Juden, Kriegsgefangene, Roma und Sinti sowie Homosexuelle – ermordet. Bereits im Vorfeld der Befreiungsfeier in Mauthausen fanden zahlreiche Kundgebungen bei Gedenkstätten in den ehemaligen Außenlagern und anderen Stätten der Verfolgung in der Nazi-Ära statt.


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