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KPÖ-Kritik am Vorstoß für Sonntagsöffnung im Kulturhauptstadtjahr

  • Mittwoch, 25. April 2007 @ 13:58
News Als eindeutige Kompetenzüberschreitung kritisiert die Linzer KPÖ den Vorstoß des Intendanten für die Kulturhauptstadt Linz 2009, Martin Heller, für eine Sonntagsöffnung der Geschäfte im Kulturhauptstadtjahr: „Es spricht nicht für Kultur, sondern für politische Unkultur, wenn sich Heller hier zum Sprachrohr der Allianz Offenhaltendürfen macht“, so KPÖ-Bezirksvorsitzender Leo Furtlehner.

Wenn Heller meint „Es gehört zum Leben, dass sich Gewohnheiten ändern, und das auch zum Wochenende“, dann bedeutet das nicht nur ein Plädoyer für das Einkaufen auch am Sonntag, sondern in logischer Folge auch für das Arbeiten am Sonntag. Dass Heller dabei auf den Gewöhnungseffekt setzt, entspricht neoliberaler Denkweise, für die mit medialem Trommelfeuer vermittelte Sachzwänge und Gewöhungin charakteristisch sind.

Dass im Gefolge der Allianz Offenhalten auch der auf einem SPÖ-Ticket im Parlament sitzende LIF-Politiker Alexander Zach agiert, läßt vermuten, dass Hellers Vorstoß mit dem politischen Segen der absoluten Linzer SPÖ-Mehrheit erfolgt und damit die Bestrebungen der Gewerkschaften den Sonntag arbeitsfrei zu halten konterkariert.

Bereits vor einiger Zeit hat sich Passage-Chef Werner Prödl für die Sonntagsöffnung im Jahr der Kulturhauptstadt 2009 stark gemacht: „Das ist einmal mehr ein windiger Versuch, das konsumieren – und damit natürlich auch das arbeiten – rund um die Uhr salonfähig zu machen“, so Furtlehner

Die dabei vorgebrachten Argumente von an Sonntagen verödeten Innenstadtstraßen, tabulosen Diskussionen, Ausnahmeregelungen bis zur Beteuerung eine allgemeine Sonntagsöffnung sei ohnehin nicht wünschenswert machen deutlich, wie durch eine permanente Debatte über dieses Thema die Öffentlichkeit für die Interessen der großen Einkaufszentren und der Handelskonzerne breit geklopft werden soll.

Wie auch Wirtschaftskammer-Umfragen immer wieder bestätigen, hat der Großteil der Handelsunternehmen keinerlei Interesse an einer Sonntagsöffnung, weil sich diese kostenmäßig nicht rentiert und zu Lasten der Freizeit und Familie geht. Bezeichnenderweise hat sich auch Friedrich Macher, Generaldirektor des Speditionsunternehmens Kühne & Nagel und einer der Sprecher der „Allianz für den freien Sonntag“ gegen eine Sonntagsöffnung ausgesprochen. Umso unverständlicher ist es daher, wenn sich die Linzer Wirtschaftsstadträtin Susanne Wegscheider (ÖVP) offen für die Wünsche der Konzerne zeigt.

Die KPÖ unterstützt die Position der seit Jahren in Oberösterreich bestehenden „Allianz für den freien Sonntag“, welcher Kirche, ÖGB und andere Organisationen angehören: „Es gibt keinerlei Notwendigkeit für eine Sonntagsöffnung im Handel, die bestehenden Öffnungszeiten sind voll ausreichend. Bei stagnierender oder gar sinkender Kaufkraft können die Menschen ohnehin nicht mehr einkaufen. Eine Sonntagsöffnung würde nur den großen Handelsunternehmen nutzen und damit die Nahversorgung weiter ausdünnen“, so Furtlehner abschließend.


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