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Antifa-Demo in Braunau

  • Samstag, 21. April 2007 @ 20:21
Antifa Rund 250 AntifaschistInnen aus mehreren Bundesländern sowie aus dem angrenzenden Bayern demonstrierten am 21. April 2007 in der oberösterreichischen Grenzstadt Braunau unter dem Motto „Gegen Nazis, Rassismus und Sozialabbau“, die Initiative für diese Demonstration war von der dortigen Kommunistischen Jugend ausgegangen.

Bei der Auftaktkundgebung sprachen Vertreter von SDAJ, SLP und KPÖ. Die von einem massiven Polizeiaufgebot begleitete Demonstration führte vom Bahnhof über zahlreiche Nebenstraßen zum Ring und von dort über den Stadtplatz zur Salzburger Vorstadt, wo beim Gedenkstein für die Opfer des Faschismus die Abschlusskundgebung stattfand. Dabei sprachen, musikalisch untermalt vom Demokratischen Chor Braunau, Vertreter der KJÖ, der SJ sowie ein Wiener Betriebsrat.

Im Aufruf für die Demonstration heißt es wörtlich:

In den letzten Monaten nutzte die extreme Rechte das Innviertel verstärkt als Aufmarschgebiet. Ein Burschenschafter-Umzug in Braunau mit Unterstützung der FPÖ Oberösterreich, mehrere Demonstrationen des neofaschistischen Bundes freier Jugend (BfJ) in Ried und ein Nazi-Konzert der Band „Braune Brüder“ stellen dabei nur die Höhepunkte dar.

Es scheint eine Frage der Zeit zu sein, bis sich die rassistische Hetze in Gewaltaktionen niederschlägt. Wenn eine Nazi-Band für Texte wie „in Auschwitz weiß jedes Kind, dass Juden nur zum Heizen sind“ grölende Zustimmung erntet, ist der Weg zu tatsächlichen antisemitischen oder rassistischen Attacken nicht mehr weit. Gerade dann, wenn Teile der Staatsgewalt auf dem rechten Auge blind zu sein scheinen. Rund um den Geburtstag Adolf Hitlers gilt es gerade in Braunau wachsam zu sein und rechten Umtrieben keinen Platz zu bieten.

Hand in Hand mit dem Auftrieb faschistischer Kräfte geht eine verschärfte Offensive der herrschenden Klasse gegen die sozialen Rechte der arbeitenden Bevölkerung und der Jugend. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit, verschärften Lohndrucks, Bildungsmisere und weiteren Angriffen auf den Sozialstaat versuchen die Faschisten mit ihren Hetzparolen die Verunsicherung vieler Menschen für ihre Zwecke zu nützen. Dagegen wehren wir uns, wir lassen uns nicht auseinanderdividieren in In- und AusländerInnen, sondern kämpfen für die sozialen Rechte aller Menschen, die hier leben.

Braunau braucht keine Hitler-Pilger und Nazi-Schläger! Gemeinsam gegen Rechtsruck und Sozialabbau! Arbeitsplätze statt Ausländerhetze!


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