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Die Lieder der Genossen

  • Samstag, 24. März 2007 @ 20:49
Kultur Renate Hofmann sprach mit Alenka Maly über ihren jüngsten Film

Hofmann: Worum geht es im Film „Noch gibt er nicht Milch“?

Maly: Szenisch stellten wir es so dar, dass Andrej, ein Ukrainer, der nach Linz gekommen in einem Linzer Lokal gebeten wird, die Internationale zu spielen, dieser ist sehr darüber verwundert, dass es in Österreich Menschen gibt, die dieses Lied hören wollen. Andrej macht auf den Weg, die Gründe dafür näher zu beleuchten. Dieses Konzept bildet den roten Faden durch die Geschichte.

Es geht um den Blick von außen über die Person Andrejs transportiert. Er ist im Sozialismus aufgewachsen, lebt seit einigen Jahren in Österreich. Es geht um verschiedene Motive der Menschen, der Kommunisten, diese Partei zu wählen. Wir orientieren uns fast chronologisch an der Geschichte der KPÖ, wobei der Film eher mit Herzblut als mit Hirn gemacht ist.

Hofmann: Wie wurde aus eine politischen Einstellung die konkrete die konkrete Idee, persönliche kommunistische Lebensbilder darzustellen?

Maly: „Konkret wurden die Pläne, als es im Theater Phönix anlässlich einer Produktion für das Linz-Fest ein Treffen mit Andrej gab. Dort wurde mit dem Regisseur und den Schauspielern geprobt und eben im Rahmen dieser Produktion auch Die Internationale gesungen. Andrej wunderte sich, dass ich nicht ins Notenblatt sehen musste. Ich sagte ihm, dass ich den Text kann, da mein Vater Kommunist war. Andrej brach in schallendes Gelächter aus.

Hofmann: Dein Film wird beim Festival Crossing Europe gezeigt. Was ist das?

Maly: Unter „Crossing Europe“ versteht man ein Filmfestival, das 2004 zum ersten Mal stattfand. Eine Schiene davon läuft im Rahmen unter „Local artists“ ab. Es ist die Möglichkeit, für ansässige FilmemacherInnen Filme zu präsentieren.

Hofmann: Welche Projekte stehen nach der Fertigstellung dieses Films an?

Maly: Nach Abschluss dieses Films, bin ich in ein Loch gefallen, ein Loch, das immer nach einer abgeschlossenen Arbeit vor mir klafft, und ich habe mir überlegt, was wohl als nächsten zu tun sein könnte. Nach dem die meisten meiner sich mit der Vergangenheit, mit Zeitgeschichte befasst haben, möchte ich meinen Blick auf die Gegenwart oder Zukunft richten. Als ich bemerkte, dass mir genau dieses ziemlich schwer fiel, werde ich genau das zum Thema meinen nächsten Film machen, den ich etwa so überschreiben möchte: „Wie viel Vergangenheit braucht die Zukunft“.

Aus: Café KPÖ, Nummer 15, Mörz 2007

Die vierte Ausgabe von CROSSING EUROPE Filmfestival Linz findet von 24. bis 29. April 2007 statt. Das in der Europäischen Kulturhauptstadt 2009 beheimatete Festival verschreibt sich seit 2004 einem jungen, eigenwilligen und zeitgenössischen europäischen Autorenkino. Fünf Tage lang bietet CROSSING EUROPE seinen internationalen Gästen und dem heimischen Kinopublikum rund 150 handverlesene Spiel- und Dokumentarfilme aus ganz Europa.

Infos: http://www.crossingeurope.at


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