Willkommen bei KPÖ Oberösterreich 

EM 2008: Die Ausweitung der Gewinnzone

  • Dienstag, 20. März 2007 @ 07:46
Österreich Von Christoph Kepplinger, Hagenberg/Mühlkreis, studiert Germanistik in Wien

Die Fußball-EM 2008 wirft ihre Schatten voraus. Unverschämt feiern sich Politiker/-innen und Vertreter/-innen von der Wirtschaft bis zur Polizei für die traurige Wahrheit selbst: mehrere Wochen lang werden die Austragungsorte zu hermetisch abgeriegelten Gewinnzonen umfunktioniert, denn: alle nennenswerten Einnahmen für Tickets und Werbung, Sponsorengelder und Gelder aus Vermarktungsrechten wandern in die Kassen der UEFA.

Der vorauseilende Gehorsam nahezu aller etablierten Vertreter aus der Politik ist bereits jetzt gewiss: Unter Aufwendung unvorstellbarer Summen aus öffentlichen Geldern verpflichtete man sich auf Wunsch der UEFA etwa zur sofortigen Generalsanierung von Graben und Kärntner Straße, weiters zu gewaltigen Stadionausbauten und nicht zuletzt zu unvorstellbaren organisatorischen und finanziell aufwändigen Leistungen im Sicherheitsbereich:

Die „Wiener Bezirkszeitung“ titelt in ihrer Ausgabe 05/2007: „EM 2008: Die Polizei rüstet auf!“. Denn wer brav für die bis zu 550 Euro teuren Tickets zahlt, ist noch längst nicht willkommen: „Präventivhaft“ heißt das neue Zauberwort. Wenn das bereitgestellte Heer aus in- und ausländischer Polizei dann durchgreift, kann man, wenn es nach Innenminister Platter geht, schon einmal auch ohne eine begangene Straftat die Handschellen spüren. Zur wohlgemeinten Sicherheit der uneingeschränkt erwünschten Sponsorengäste in den Stadien - Steven Spielbergs „Minority Report“ und das „Pre-Crime“-Programm lassen grüßen.

Das bis zum Juli 2008 vorsorglich geschlossene Stadionbad wird für gestresste Bewohner/-innen der angrenzenden Viertel leider keine Erholung bieten können. Polizeikontrollen, Lärm, Verkehrschaos und nicht zuletzt ein Berg an Unrat und Abfällen sind das zu erwartende „Andenken“ an das geldträchtige Spektakel auf dessen Ausgabenseite letztlich die öffentliche Hand sitzen bleiben wird. Die viel beschworene „Umwegrentabilität“, die als letztes Totschlagargument meist herangezogen wird, wird mehrfach ausgegeben sein, bevor noch der erste Euro eingenommen ist. Wem nützt es? Der UEFA, den großen Sponsoren und vielleicht ein paar ihnen dienend zuarbeitenden Politikern.

Dass das ganze eigentlich etwas mit Fußball zu tun hat, ist längst zu einer unwichtigen Randnotiz verkommen. Eigentlich schade.


Wir ersuchen um Unterstützung!?

Damit KPÖ PLUS am 15. Oktober 2017 bei der Nationalratswahl auf dem Stimmzettel steht brauchen wir in Oberösterreich mindestens 400 amtlich beglaubigte Unterstützungserklärungen. Wir ersuchen daher alle, denen die Kandidatur von KPÖ PLUS ein Anliegen ist, um Unterstützung. Unterstützungserklärungen können ab 25. Juli 2017 (Stichtag) bis spätestens zum 18. August 2017 (Einreichungsschluss) abgegeben werden:

Wohnkampagne der KPÖ?

Aktion der KPÖ Linz?

Publikationen

 
 
„Ich weiß, wo Gott in Linz wohnt...”. Wem gehört das Land, wem gehört die Stadt? Die Raiffeisen- Landesbank und die oö Politik.
Browse Album

Aktiv werden in der KPÖ …

… oder einfach mehr über die KPÖ erfahren? Schick uns ein E-Mail oder nutze das Kontaktformular oder ruf an: 0732 652156