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Defizite der Erinnerungskultur beseitigen

  • Donnerstag, 21. Dezember 2006 @ 12:51
News Noch rechtzeitig vor dem Ende des Jahres 2006 – das vom Mauthausen-Komitee Österreich schwerpunktmäßig dem Widerstand von Frauen gegen den Faschismus gewidmet war – legt die KPÖ eine Dokumentation über den kommunistischen Frauenwiderstand in Oberösterreich vor. Unter dem Titel „Ihre Handlungen sichtbar machen…“ wird darin die Rolle der Frauen für den gesamten Widerstand dargestellt und dies mit zahlreichen Beispielen von Kommunistinnen belegt.

Bislang viel zuwenig gewürdigt wurde nämlich bei der Aufarbeitung des antifaschistischen Widerstandes der Anteil der Frauen, ohne die aber der Großteil dieses Widerstandes gar nicht möglich gewesen wäre. Die vorliegende Dokumentation will dazu beitragen, diese Defizite der Erinnerungskultur beseitigen zu helfen. Sie beansprucht keine Vollständigkeit, dazu sind noch viele Forschungen notwendig. Sie will als Überblick und mit zahlreichen exemplarischen Beispielen darstellen, wie sich Frauen gegen den faschistischen Terror gestellt haben.

Neben einem allgemeinen Überblick über die Rolle von Kommunistinnen im Widerstand und das Frauengefängnis Kaplanhof und das Arbeitserziehungslager Schörgenhub wird auch der Frauenwiderstand in den Bezirken dargestellt. Am Beispiel ausgewählter Beispiele – Gisela Tschofenig-Taurer, Theresia Reindl, Margarethe Müller, Cäcilia Zinner, Elisabeth Rechka, Anna Haider und Anna Gröblinger für den Bezirk Linz, Herta Schweiger, Theresia Trippolt, Margarete Stößlein und Elisabeth Fürschuß für den Bezirk Steyr, Hermine Schleicher, Theresia Pesendorfer, Maria Ehmer, Maria Plieseis und Marianne Feldhammer für das Salzkammergut, Risa Höllermann und Cäcilia Fischill für den Bezirk Wels – werden Frauenschicksale im Widerstand sichtbar gemacht.

Die KPÖ verbindet die vorliegende Arbeit mit der Forderung nach gebührender Anerkennung des Widerstandes und der Erfüllung des bei der Gründung der 2. Republik verkündeten antifaschistischen Grundauftrages, betonen Margit Kain für die KPÖ-Frauengruppe und Landessekretär Leo Furtlehner im Vorwort der 24-seitigen Broschüre, die beim KPÖ-Landesvorstand bezogen werden kann und auch als Download auf der Website der KPÖ-Oberösterreich zur Verfügung steht.

In Steyr ist schon seit 1945 eine Straße nach der Widerstandskämpfern Herta Schweiger (1916-1941) benannt. In Ebensee wurde 2001 auf Antrag des Vereins Zeitgeschichte Museum eine Straße nach der 1945 im KZ Ravensbrück ermordeten Widerstandskämpferin Hermine Schleicher (1905-1945) benannt. In Linz wurde auf Initiative der KPÖ-Frauengruppe 2006 eine Straße nach der Widerstandskämpferin Gisela Tschofenig-Taurer (1917-1945) benannt, in Wels wird eine Straße nach Risa Höllermann (1906-1945) gewidmet. In Bad Ischl schlug die KPÖ dem Bürgermeister vor, eine Straße nach der Widerstandskämpferin Theresia Pesendorfer (1902-1989) zu benennen.


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