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KPÖ thematisiert Wagner-Jauregg, Waggerl und Ginzkey

  • Dienstag, 17. Oktober 2006 @ 13:40
News In Briefen an die jeweiligen Bürgermeister fordert die KPÖ-Oberösterreich die Umbenennung von in mehreren oö Gemeinden existierenden Straßen die nach Kollaborateuren mit dem Nazi-Regime benannt sind. Konkret geht es dabei um die nach dem, Mediziner Julius Wagner-Jauregg benannten Verkehrsflächen in Linz und Wels, um nach dem Schriftsteller Karl Heinrich Waggerl benannte Straßen in Wels, Leonding und Attnang-Puchheim sowie um nach dem Schriftsteller Franz Karl Ginzkey benannte Straßen in Linz, Wels, Freistadt, Attnang-Puchheim, Lenzing, Seewalchen und Vöcklabruck.

Nachdem zuletzt eine nach dem Dichter des Hakenkreuz-Liedes Ottokar Kernstock benannte Straße in Grein, die Franz-Xaver-Rais-Promenade in Sankt Wolfgang und die Margarete-Pausinger-Straße in Lambach umbenannt wurden, sollten im Sinne einer selbstkritischen Vergangenheitsbewältigung auch weitere nach hochgradigen Unterstützern des NS-Regimes benannte Straßen umbenannt werden, meint KPÖ-Landessekretär Leo Furtlehner.

Auch wenn Julius Wagner-Jauregg (1857-1940) formell kein Mitglied der NSDAP war, weil sein Aufnahmeantrag vom Jahre 1940 durch seinen Tod hinfällig wurde, ist er historisch unzweifelhaft schon allein dadurch belastet, dass die NSDAP in einem Nachruf feststellte „Seine Erbforschungen sind heute nicht mehr aus dem Gedankengebäude der nationalsozialistischen Gesellschaftslehre fortzudenken“.

Seine Verharmlosung als Heimat- und Volksdichter nach 1945 darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Karl Heinrich Waggerl (1897-1973) ab 1938 Mitglied der NSDAP, ab 1939 Landesobmann für Schriftsteller im NS-Gau Salzburg und ab 1940 Bürgermeister von Wagrain war und daher zu den hochrangigen Nazifunktionären des Landes Salzburg gehörte.

Ein besonderes Naheverhältnis zum Nazifaschismus hatte auch Franz Karl Ginzkey (1871-1963). Obwohl schon von 1934 bis 1938 Mitglied des austrofaschistischen Staatsrates war er seit 1936 Mitglied des NS-Bundes Deutscher Schriftsteller Österreichs, dessen Ziel die „Entjudung“ und „Arisierung“ der österreichischen Literatur war. Auch er wurde nach 1945 als biederer Kinderbuchautor verharmlost.


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