Der Gemeinderat von Grein wird im Herbst die letzte Kernstockstraße Oberösterreichs umbenennen - mit den Stimmen aller Parteien außer der FPÖ. Im Kulturausschuss wurde ein entsprechender Beschluss bereits gefasst. Damit wird dem jahrelangen Drängen der Perspektive Mauthausen, der Sozialistischen Jugend (SJ), der Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen, des OÖ Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus und nicht zuletzt der KPÖ Rechnung getragen. Die KPÖ hatte seit Jahren im Zusammenhang mit den Gedenkjahren oder der Debatte um „braune Flecken“ in Oberösterreich auch die Kernstockstraße in Grein immer wieder thematisiert.

Bezeichnend freilich der Kommentar des Greiner Vizebürgermeisters Friedrich Kloibhofer (SPÖ), der selbst in der Kernstockstraße wohnt: Die Umbenennung geschehe nur auf öffentlichen Druck hin, die Leute in Grein selbst wollten das nicht und es gebe Wichtigeres - wie die Errichtung einer Kläranlage.

Näheres über Ottokar Kernstock in einem Artikel der „Volksstimme“ aus dem Jahre 1995: http://ooe.kpoe.at/news/article.php/20060726151151958