Von Gerald Senzenberger

Als vor 3 Jahren der Verein Energy for Cuba von 5 ehemaligen Schulkollegen aus HTL Zeiten gegr√ľndet wurde, war eines von vornherein klar: Man wollte die Welt verbessern. Die Frage war wie? Man musste den richtigen Ansatz finden. Nichts trifft Entwicklungsl√§nder h√§rter als der hohe √Ėlpreis, der Westen kann sich diesen mittlerweile leisten, der S√ľden (ver)hungert w√§hrenddessen. Erneuerbare Energien und Bildung, das k√∂nnte helfen! Nur wo? Und da war es, das kleine gallische Dorf mit der hohen Schuldbildung und der guten medizinischen Versorgung, das s√§mtlichen Aggressionen der Supermacht USA zu trotzen scheint, Kuba. Ein faszinierendes Land, das bereits aufgrund des Erd√∂lmangels und des Boykotts, st√§ndig auf der Suche nach Alternativen ist. Heute wird die Elektrizit√§t g√§nzlich aus einheimischen Rohstoffen erzeugt, jedoch zum gr√∂√üten Teil aus Schwer√∂l und nat√ľrlich viel zu wenig. Es gibt also viel zu tun f√ľr Energy for Cuba. Seit einem Jahr arbeitet der Verein an der Umsetzung des solaren Forschungs- und Entwicklungslabors an der Universit√§t Santiago de Cuba, das vor Beginn des kommenden Wintersemesters fertig gestellt werden soll. Im abgelaufenen Wintersemester wurde von den 2 Studenten der FH Wels √Ėkoenergietechnik, Gerhard Beer und Christoph Zipko das Labor und die zugeh√∂rige Ausr√ľstung installiert, mit tatkr√§ftiger Unterst√ľtzung der Lehrenden. Das Kuba, das die beiden kennen lernen durften ist allerdings nicht das Kuba aus dem Reisekatalog, sondern das Entwicklungsland. Ihre Arbeit ist mit gro√üen Entbehrungen verbunden und von der Mangelwirtschaft erschwert. Nicht umsonst wurden sie daf√ľr vom Onlinemagazin √Ėkonews mit dem Titel Helden des Monats geehrt.

Zus√§tzlich wird und wurde bereits ein umfangreiches Messger√§tepaket geliefert. Weiters ist auch die kostenlose zur Verf√ľgungstellung von Unterk√ľnften f√ľr zuk√ľnftige interessierte Studenten im Gange. Die Kosten f√ľr das gesamte Projekt betragen ca. 65.000 ‚ā¨, die bisher zu etwas mehr als die H√§lfte gedeckt sind, unter anderem auch durch die offizielle √∂sterreichische Entwicklungszusammenarbeit-EZA und das Land Ober√∂sterreich. Das w√∂chentliche Arbeitpensum der Vereinsmitglieder betr√§gt teilweise √ľber 100 Stunden und wird g√§nzlich kostenlos geleistet, andernfalls w√§re dieses Projekt auch unm√∂glich finanzierbar. Bereits in diesem Jahr wird mit weiteren Forschungsprojekten begonnen, ein weiteres Ziel des Vereins ist es auch Unternehmen aus dem Bereich der Umwelttechnologie den Schritt nach Kuba zu erleichtern, was sich als besonders schwierige Aufgabe herausstellt.

Falls Sie dieses innovative Projekt der jungen Ober√∂sterreicher unterst√ľtzen m√∂chten, spenden Sie bitte an folgendes Konto, Volksbank Altheim, BLZ 42550, Kontonummer 42588850000.

Quelle: cuba si, März 2006