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Veranstaltung Widerstand & Verfolgung

  • Samstag, 25. Februar 2006 @ 11:11
Geschichte Zu einem wirklichen Erfolg wurde die gemeinsame Veranstaltung der KJÖ Braunau und dem KZ-Verband Oberösterreich unter dem Motto "Widerstand & Verfolgung". Rund 30 Menschen fanden sich im bsz ein, um den Ausführungen von Florian Schwanninger und Rudolf Haunschmid zu folgen.

Florian Schwanninger präsentierte sein Buch "Im Heimatkreis des Führers. Nationalsozialismus, Widerstand und Verfolgung im Bezirk Braunau 1938-1945". Dabei kamen die Rivalitäten zwischen Repräsentanten des Dollfuß-Regimes bzw. Vertretern der katholischen Kirchen und der NSDAP ebenso zu Wort wie die Verfolgung der Braunauer Zeugen Jehovas. Besonderes Augenmerk wurde auf den Widerstand aus der Arbeiterbewegung gelegt. So wusste Schwanninger von einer Schießerei am 1. Mai 1934 in Altheim zu berichten, wo die Maidemonstration der örtlichen Kommunisten von Nazis und Heimwehr angegriffen wurde.

In die lange Reihe von Kämpfen zwischen sozialistischen und kommunistischen Arbeitern und Mitgliedern der SA lässt sich auch die Ermordung eines Arbeiterführers in Mattighofen einreihen, der von einem SA-Mann aus Pischelsdorf umgebracht wurde. Dieser konnte anschließend nach NS-Deutschland flüchten und so der Strafverfolgung in Österreich entkommen.

Nach dem Anschluss griffen die Nazis mit aller Härte durch und versuchten, jeglichen Widerstand zu unterdrücken. Wie überall, wo die Faschisten regierten, waren es auch im Bezirk Braunau in erste Linie die Kommunisten, die Widerstand leisteten. So wurde eine Reihe Braunauer Kommunisten vom Nazi-Regime verfolgt, mehrere von ihnen wurden hingerichtet. Darunter auch Franz Amberger, Leiter der illegalen KPÖ Braunau und Eisenbahner, nach dem heute im Stadtteil Laab eine Straße benannt ist.

Nach der Buchpräsentation erzählte Rudolf Haunschmid, Ehrenpräsident des KZ-Verbandes OÖ und antifaschistischer Widerstandskämpfer, über sein Schicksal. Haunschmid, Jahrgang 1922, war wegen seiner Unterstützung bei Ausbruchsversuchen von französischen Kriegsgefangenen und wegen "Wehrkraftzersetzung" politischer Verfolgung durch das Naziregime ausgesetzt. Er wurde nach einem Urteil des NS-"Volksgerichtshofes" zu einem Jahr Kerker in Dieburg (Deutschland) verurteilt und am 22. Oktober 1942 zum berüchtigten "Strafbataillon 999" eingezogen, worauf er in Afrika zum Einsatz kam. Im April 1943 begab er sich dort in französische Kriegsgefangenschaft. Ab November 1943 war er, diesmal in der französischen Armee, erneut im Kampf gegen das Hitlerregime tätig und unter Anderem an der Befreiung von Cherbourg beteiligt.

Nach seiner Rückkehr im Jahr 1945 war Haunschmid viele Jahre als kommunistischer Politiker (u.a. im Linzer Gemeinderat) und Gewerkschaftsvertreter aktiv. Rudolf Haunschmid, genannt Rudi, schilderte diese Stationen seines Lebens sehr lebendig und versuchte, die Zuhörerschaft auf Parallelen zur Gegenwart hinzuweisen und überdies die Bedeutung von Solidarität und Auftreten gegen Unrecht zu vermitteln. Beides ist ihm sehr gut gelungen.

Die beiden Referenten haben bei allen Gästen großen Anklang gefunden und wir wollen uns hier nochmals bei Florian Schwanninger und Rudolf Haunschmid bedanken, die zwei großartige Vorträge gehalten haben.

Die KJÖ Braunau und der KZ-Verband Oberösterreich wollen ihre Kontakte in Zukunft intensivieren, was unter anderem durch den Beitritt mehrerer KJÖlerInnen zum KZ-Verband zum Ausdruck gebracht wurde.


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