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Zur Erinnerung an Gust Maly (1949-2002)

  • Sonntag, 12. Februar 2012 @ 08:00
Biografien Gust Maly wurde am 23. September 1949 in Traun als Sohn des ESG-Arbeiters August Maly und der Fabrikarbeiterin Maria Maly geboren. Nach der Absolvierung der Volks- und Hauptschule erlernte er von 1965 bis 1968 bei der Firma Eybl in Traun den Beruf eines Autolackierers und arbeitete anschließend von 1970-73 bei der Fa. Kovacsik in Traun und von 1973-75 bei der Fa. Angermann in Neuhofen.

Ab 1973 qualifizierte sich Maly als Schildermaler und Siebdrucker weiter und war dann von 1975-79 im Plus-Kaufpark Pasching als Dekorateur tätig. Von 1979 bis 1984 war er als freischaffender Texter, Komponist und Interpret tätig und anschließend ab 1985 als Offsetdrucker in der Hausdruckerei der KPÖ-Oberösterreich.

Malys wahre Liebe galt von früher Jugend an immer der Musik. Er machte sich in den 70er Jahren einen Namen in der Bewegung des politischen Liedes. So etwa mit der 1979 erschienenen LP „Lieder", die er alleine und in liedermacherischer Bob Dylan-Manier eingespielt hatte und durch zahlreiche Auftritte beim „Volksstimme"-Fest in Wien.

Der bekannte „Bam im November" war als Beitrag Malys auch auf einer von der KPÖ zum 60. Jahrestag der Gründung der Republik und der Partei 1978 herausgegebenen LP eines „Festivals des politischen Liedes" enthalten. Malys Stil als Liedermacher war nicht agitatorisch, sondern zeichnete sich immer durch Ironie und Nachdenklichkeit aus.

Gust Maly war als Einzelinterpret sowie in unterschiedlichen Formationen tätig. So spielte er 1979-80 gemeinsam mit Gernot Polland und bildete ab 1981 gemeinsam mit einigen anderen Musikern die Gust Maly Band, die ab 1984 in ganz Österreich auf Tournee war und auch Auslandsgastspiele in Martin und Sokolov (CSSR) und Karl-Marx-Stadt (DDR) hatte. In dieser Zeit entstand auch Malys zweiter Tonträger, eine Single mit "Donaudampfer" und "Ich mecht vorm sterbm...".

Etwa um 1990 entzog sich Gust Maly jedoch dem wachsenden Kommerzdruck und entwickelte einen eigenständigen Stil bis zuletzt eigenständig konsequent weiter. In den 90er Jahren trat Gust Maly neben zahlreichen Einzelveranstaltungen wiederholt bei Konzerten der Hooch-Gang auf, so etwa beim „Mostschädel"-Stand am „Volksstimme"-Fest, bei Maifesten und Wahlveranstaltungen der KPÖ. 1993 gab er die Kassette „Alte Frauen" mit vier Stücken nach Charles Baudelaire heraus. In den Jahren 1996-98 trat Maly des öfteren auch zu zweit mit Reinhold Huemer als Acoustic-Duo "Gust Maly & Hooch" auf, so etwa beim Festival des politischen Liedes des Kulturverein Willy 1997 in Weißenbach am Attersee.

Gust Maly prägte die in den 70er Jahren beginnende aufstrebende Kulturbewegung in Oberösterreich maßgeblich mit. Noch im Jänner 2002 gab er ein Konzert im Kulturzentrum „Spinnerei" in Traun, das zu einem eindrucksvollen Wiedersehens- und Abschiedstreffen mit seinen Freunden und MitstreiterInnen des in den 70er Jahren äußerst aktiven Jungen Herbst Traun wurde.

Schon ab 1975 war Gust Maly mit der kommunistischen Bewegung in Kontakt. Er trat bei zahlreichen Veranstaltungen von KPÖ, KJÖ und KSV auf, engagierte sich 1979 bei einer Solidaritätsveranstaltung „Künstler für Franz Kain" im Linzer Gemeinderatswahlkampf und unterstützte auch eine KPÖ-Kandidatur in Traun.

Am 1. Mai 1984 wurde Gust Maly Mitglied der KPÖ, er war Mitglied des KPÖ-Bezirksvorstandes Linz und gab als Kulturschaffender immer wieder wichtige Anstöße für die Partei. Maly war auch Mitbegründer des 1992 entstandenen Kulturvereins M8, der sich mit einem konsequenten Nischenprogramm einen Namen im Linzer Kulturleben machte.

Von Gust Maly für die KPÖ gestaltete Transparente prägten dutzende Demonstrationen der letzten Jahre in Linz. Stets in Erinnerung wird uns sein Einsatz für die Entrechteten, sein kritischer Geist und seine Streitfähigkeit sowie seine Stimme, akustisch wie politisch und kulturell, bleiben.

August Maly starb am 12. Februar 2002 viel zu früh nach einem langen schweren Krebsleiden.

Anlässlich Gusts 10. Todestages gibt es zur Erinnerung ein Video unter http://www.youtube.com/watch?v=IJNpuUPef2s



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