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Arnolt Bronnen (1895-1959)

  • Mittwoch, 19. August 2015 @ 08:00
Geschichte Eigentlich Arnold Bronner; Pseudonym: A. H. Schelle-Noetzel, geboren am 19. August 1895 in Wien als Sohn von Ferdinand Bronner, Dramatiker, Erzähler und Essayist, verfasste spätexpressionistische Stücke, geprägt von einem dynamisch-anarchistischen Lebensgefühl, arbeitete 1922-26 mit B. Brecht zusammen, 1920 expressionistisches Drama "Vatermord" unter Regie von Bert Brecht aufgeführt, mit dem Roman "OS" Hinwendung zur extremen Rechten, Freundschaft mit Joseph Goebbels, 1937 Berufsverbot und Ausschluß aus der Reichsschrifttumskammer, 1943 Übersiedlung nach Goisern und in der österreichischen Widerstandsbewegung aktiv, 1945 fünf Monate KPÖ-Bürgermeister von Goisern, 1945 bis 1951 Kulturredakteur der "Neuen Zeit", 1948 Uraufführung des Stückes "Gloriana" am Linzer Landestheater, 1951 bis 1954 Vizedirektor des Neuen Theaters in der Scala in Wien, 1954 Übersiedlung nach Berlin, 1955 Dramaturg der Reichsfunkgesellschaft, Übernahm als einer der Ersten Gestaltungsmittel von Film und Hörfunk in seine Stücke, gestorben am 12. Oktober 1959 in Berlin

Werke: Dramen: Exzesse, 1921 (Uraufführung 1973); Vatermord, 1922 (Uraufführung 1920); Geburt der Jugend, 1924; Michael Kohlhaas, 1929; Kette Kolin, 1950. - Roman: Film und Leben. Barbara La Marr, 1928. - A. Bronnen gibt zu Protokoll (Autobiographie, 1954). - Essay: Deutschland. Kein Wintermärchen, 1956. - Ausgabe: Werke in 5 Bänden, herausgegeben von F. Aspetsberger, 1989.

Literatur: E. Klingner, A. Bronnen. Werk und Wirkung, 1974; M. Krüger, Vom ordnenden Subjekt zur subjektgemäßen Ordnung, 1989; F. Aspetsberger, A. Bronnen, 1995; G. Schneider-Nehls, Grenzgänger in Deutschland, 1997.


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