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Kraftvolle Antifa-Demonstration am 9. Oktober in Linz

  • Samstag, 9. Oktober 2004 @ 18:57
Antifa Trotz Dauerregen beteiligten sich rund 600 Menschen, überwiegend Jugendliche, an der von einem überparteilichen Aktionsbündnis organisierten Demonstration „Gegen rechte Gewalt und Rassismus“ am 9. Oktober 2004 in Linz. Hauptsächlicher Anlass dafür waren die zunehmenden Provokationen des neofaschistischen Bundes Freier Jugend (BFJ) gegen linke Gruppen und sich häufende Gewaltakte von Neonazis gegen Jugendliche.

Dem Antifa-Aktionsbündnis gehörten Freiheitskämpfer, Friedenswerkstatt, Gemeinsam gegen rechtsextreme Gewalt, Stopp BFJ, Der Funke, Infoladen Wels, KPÖ-Oberösterreich, KZ-Verband OÖ, Sozialistische Jugend OÖ, Sozialistische Jugend Römerberg, Sozialistische Linkspartei und Sozialistischer Widerstand International an. Die Demo führte vom Schillerpark – wo bei einer Auftaktkundgebung RednerInnen der SLP, der Antifaschistischen Linken (AL) und der KJÖ-Braunau sprachen und über die vom Infoladen Wels organisierte Rechtshilfe informiert wurde – lautstark und friedlich über die Landstraße.

Seitens des BFJ gab es bereits im Vorfeld der Demo einige Provokationen: So wurden als „Initiative Sicheres Linz“ getarnt Innenstadt-Geschäftsleute vor Ausschreitungen gewarnt und versucht die Legalität der Antifa-Demo in Frage zu stellen. In den Morgenstunden des 9. Oktober wurden von BFJ-Aktivisten Transparente mit Nazi-Losungen bei Autobahn- und Straßenbahneinfahrten nach Linz aufgehängt, die jedoch von AntifaschistInnen umgehend entfernt wurden.

Auf Grund dieser Provokationen der Nazis gegen die Demo wurde ein Großaufgebot der Exekutive eingesetzt. Das Verhalten der eingesetzten Polizeikräfte war durchwegs korrekt, so wurde eine Provokation des BFJ der sich mit einem Transparent auf der Spittelwiese postiert hatte umgehend beendet. Das martialische Polizeiaufgebot ist freilich kein Ersatz für die Untätigkeit der Behörden, das NS-Verbotsgesetz anzuwenden und den BFJ und seine Hintergrundorganisation AFP (Aktionsgemeinschaft für demokratische Politik) wegen Wiederbetätigung zu verbieten.

Bei einer Zwischenkundgebung auf dem Hauptplatz sprachen Leo Furtlehner (KPÖ), Peter Weidner (Sozialdemokratische Freiheitskämpfer) und Stefan Daxner (Friedenswerkstatt Linz). Anschließend führte die Demonstration über die Nibelungenbrücke weiter bis zur „Kaiserkrone“ in Urfahr, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Dort sprachen Michael Eibl (Sozialistische Jugend) sowie SprecherInnen der SJ-Römerberg und von SWI. Im Anschluss daran fand im Jugendzentrum Ann and Pat eine Diskussion über die weitere antifaschistische Arbeit statt, am Abend gab es dort ein antifaschistisches Fest mit Rockgruppen und einer Volxküche.

© Leo Furtlehner


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