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Dietrich Kittner in Linz

  • Freitag, 17. März 2006 @ 07:55
Kultur Am 17. März 2006 gastierte im Kongresssaal der Linzer Arbeiterkammer Linz der deutsche Kabarettist Dietrich Kittner mit seinem Programm "Bürger, hört die Skandale". Die Veranstaltung fand auf Initiative der Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen (SF) im Rahmen der AK-Aktion "Kultur on Tour" statt und wurde vom Kulturverein Willy, der KPÖ, dem Verein LIBIB, dem KZ-Verband und anderen Gruppen unterstützt. SF-Obmann Peter Weidner konnte dabei eine sehr zahlreiche Fangemeinde Kittners begrüßen, der erstmals seit über einem Jahrzehnt wieder in Linz auftrat.

Pressestimmen zu Dietrich Kittner:


Nach 40 Jahren Kabarett ist für Dietrich Kittner noch lange nicht Schluss. Nicht einmal kürzer treten kommt für den immer noch bissigsten und treffsichersten deutschen Satiriker in Frage. Kittner trifft ins Mark, weil er nichts erfindet, sondern leider alles wahr ist, was er da getreu seinem Motto "Bürger hört die Skandale" mit unbestechlichem Scharfsinn analysiert. Ein altmodischer politischer Kabarettist im besten Sinne. (Nürnberger Nachrichten)

Dietrich Kittner hat's gut: Er darf nicht ins Fernsehen. Nicht zur lustigen Comedy, noch nicht einmal zu Altmeister Dieter Hildebrandt. Schlimmer noch: Kittners Programme regen in Brecht`scher Manier zum Nachdenken an. Ein Politiker-Original-Zitat genügt, und die detailversessene Entlarvungsmaschinerie läuft an. Utopisten wie Kittner dürfte es in unseren marktschreierischen Zeiten eigentlich gar nicht mehr geben. Aber wie das so ist – erst wenn sie schweigen, merkt man den Verlust. (Allgemeine Zeitung Mainz)

Das politische Kabarett in Deutschland hat seit mehr als vierzig Jahren einen Namen: Dietrich Kittner. (Stuttgarter Nachrichten)

Kittner bietet politisches Kabarett auf höchstem Niveau – und das nach jetzt 41 Jahren Bühnentätigkeit. Kittners Besonderheit: die innere Logik und die unerbittliche Genauigkeit des Gesagten. Nichts posaunt er auf der Jagd nach dem schnellen Lacher nur so heraus. Alles ist recherchiert, belegbar, durchdacht. (Braunschweiger Zeitung)

Kittners Programm quillt von Biß, Schärfe, Intellekt fast über. Es hinterläßt einen Geschmack ähnlich Kurt Tucholsky. (Leipziger Volkszeitung)

Politiker gehen in Deckung, wenn sie den Namen Dietrich Kittner hören. Kämpferisch, scharfsinnig und gnadenlos zieht er durch die Konzertsäle der Republik. Einer der bekanntesten und gefürchtetsten Kabarettisten. Ein Marathon-Programm, in dem Kittner zu Höchstform aufläuft. Wer sich Eintrittskarten dazu erkämpft hat, muss schon politisch auf Zack sein. (Norddeutscher Rundfunk N3)

Kittner eilt nicht nur der Ruf voraus, "Inhaber des anerkannt schlimmsten Schandmauls" zu sein. Er ist vor allem einer der couragiertesten Protagonisten des politisch-satirischen Kabaretts, einer der raren streitbaren Moralisten der Brettl-Kunst, ein Mann mit Biss und Stehvermögen. – Auf unnachahmliche Weise hat der Kabarettist den Brecht'schen Verfremdungseffekt auf die Höhen der Satire geführt. (Sächsische Zeitung, Dresden)

Eigentlich hatte er schon langst das Pensionsalter erreicht. Doch für Dietrich Kittner, den Altmeister des linken politischen Kabaretts, wird das Wort Ruhestand wohl weiterhin ein Fremdwort bleiben. Die Basis des Erfolgs ist immer noch jene sprachliche Könnerschaft, die sich direkt herleitet von Altvordern wie Brecht, Tucholsky oder Mühsam und die unter Kabarettprofis heute ihresgleichen sucht. Bei aller wohl dosierten Nachdenklichkeit kommt aber auch im aktuellen Kittner-Programm wie gewohnt der Spaßfaktor nicht zu kurz. Getreu der Regel jeder guten Satire: Wenn keiner gelacht hat, ist es nichts gewesen. (Hannoversche Allgemeine Zeitung)

Bissig, streitfreudig und schon gar nicht angepaßt, nach vierzig Jahren keine Spur von Verschleiß beim Hannoveraner. Im Gegenteil: mit Vollgas auf der linken Spur vorbei an der Ausfahrt "Neue Mitte". Die Rolle des ständigen Mahners, Provokateurs und personifizierten schlechten Gewissens der Republik füllt Kittner mit gehörigem Wortwitz und Ideenreichtum aus. (Lüdenscheider Nachrichten)

Seit Jahrzehnten beunruhigt dieser Mann nun schon die Kleinkunstbühnen und ist so wütend und zornig, aggressiv und scharf, bitter und böse wie eh und je. Kittner hört auf das, was deutsche Politiker so reden, Beamte denken und Kleinbürger empfinden. Und dann graust es ihm, und dann denkt er für sein Publikum einfach mal zu Ende, was auf dieser Grundlage alles so möglich wäre. Dabei produziert der Kabarettist keine satirischen Eintagsfliegen. Obwohl ihm auch der schnellste Witz flott von der Zunge geht. Kittner recherchiert gründlich, analysiert akribisch und schlagt dann zu. Und das Publikum mag den Kabarettisten nicht nur wegen dessen intellektuellen Anspruchs. Kittner ist ein exzellenter Bühnendarsteller und sein "Schandmaul" nahezu volkstümlich. (Berliner Zeitung)

Hier macht einer Satire, aber sich Sorgen. Hier wütet einer gegen den Euphemismus der Kapitalpolitik, aber fürchtet um die Freiheit. Diese "Wir sind wieder wer"-Stimmung missfällt Kittner und die Geschichte stützt ihn. Anders als bei Comedians hat bei Kittner jeder Satz Gewicht und Gedanken. Und die verdienen ihre Zeit, verdienen viel Zeit. (Mittelbayerische Zeitung, Regensburg)

Sein nun über Jahrzehnte nicht nachlassender Drang zur Aufklärung macht das Phänomen Kittner aus. So sind seine Programme nebst Kabarett auch immer so eine Art satirisch-journalistischer Nachrichten-Magazine. Kittner gibt sich nicht damit zufrieden, veröffentlichte Missstände in unserer Republik mit bitterem Spott oder mit Wut zu kommentieren und zu attackieren, er recherchiert hinter solchen Veröffentlichungen her und fördert Wahrheit zutage, die vom offiziellen Sprachgebrauch oft genug verdunkelt werden. Er entlarvt Medien- und Meinungsmanipulationen, Heuchelei und Lügen, lasst „Sachzwänge zu Lachzwängen“ werden, macht aber auch erschaudern, wenn er dem nationalistischen Weltgeltungsbedürfnis militärisch die Zügel schießen lässt. (Neue Osnabrücker Zeitung)


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