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Ein Container geht auf Reisen oder 40 Fuß Solidarität

  • Samstag, 12. November 2005 @ 18:42
Global Nach den beiden 20-Fuß Containern, die 2003 und 2004 in die Provinz Holguin verschickt wurden, fassten wir den Beschluss, jedes Jahr einen weiteren Container „auf die Beine zu stellen". Wir, das ist eine kleine, aber gut eingespielte Gruppe, die von erprobten ÖKGIern, Kubareisenden und vielen solidaritätsbewegten Leuten tatkräftig unterstützt wird.

Die finanzielle Basis wurde durch die Linzer Gewerkschaftsschule 38, die ihren 2-jährigen Lehrgang mit einer Studienreise nach Kuba abschloss, gebildet (CUBA Sl berichtete). Die Kolleginnen und Kollegen stellten ihre Kaution (rd. 15.000 ATS) zur Verfügung und brachten von Fachgewerkschaften, Arbeiterkammer und Betriebsratskörperschaften namhafte Spenden auf.

Der nicht unerhebliche Rest, eingezahlt von Freunden Kubas, Kolleginnen und Genossinnen, reichte beinahe aus, um einen weiteren Container zu finanzieren. Zahlreiche Spenden, in erster Linie Medikamente, Schul- und Kindergartensachen, Verbandmaterial, Krankenhausuniformen u.v.a.m., aufgebracht durch langjährige persönliche Kontakte, durch gezielte Anfragen bei Firmen und glückliche Zufälle, füllten nun diesen Container 04 bis zum letzten Winkel. Ein kleiner Teil -Rollstühle, 2 Paletten Windeln und ein paar hundert Euro Spenden - bildeten den Anfang für den Container 05.

Durch Zufall erfuhr ich von der Schließung der chirurgischen Abteilung des LKH Enns und nahm sofort mit den zuständigen Stellen Kontakt auf. Die anschließende Zusage war überwältigend.

Wir erhielten 20 hydraulisch gesteuerte Betten samt den dazugehörigen Kästchen, eine Großsterilisationsanlage mit eigener Dampferzeugung, einige OP-Tische, die dazugehörige OP-Beleuchtung, etliche andere wichtige Maschinen und zum Abschluss nochmals eine kleinere Sterilisation. Es wäre noch mehr "zu holen" gewesen, aber diese Menge stellte uns vor große logistische Probleme, die letztlich der Bürgermeister von Eberschwang, Josef Bleckenwenger lösen konnte, indem er uns eine aufgelassene Fabrikhalle zur Verfügung stellte.

Als nächster Schritt ging ein Brief mit der Bitte um Finanzierung an bewährte Spender. Bedingt durch die Flutkatastrophe in Süd-Ost Asien blieb das Spendenaufkommen unter den Erwartungen (wer will, kann das immer noch nachholen: die Kontonummer befinden sich am Ende des Artikels). Der Vorschlag, dem "120er Club" beizutreten, fiel nur bei wenigen auf fruchtbaren Boden (10 Euro monatlich auf das Konto ergibt über das Jahr gerechnet 120 Euro. Bei nur 30 Teilnehmern wäre die Finanzierung eines Containers abgesichert).

Dann wurden Firmenkontakte aktiviert und das Echo war überaus erfreulich: 5 m3 Rollstühle, 4 Paletten Verbandmaterial, 2 Paletten Antibiotika, 1 Palette Wundsalbe, Nahtmaterial. Zahnärzte und -ausrüster, Ärzte und Apotheken stellten Material und Medikamente zur Verfügung, viel Computer, Kindergartensachen und Kinderkleidung wurden gebracht, Sportvereine aus Attnang und Vöcklabruck spendeten etliche Garnituren Jugenddressen, Fußballschuhe und Bälle. Einzelne Fachgewerkschaften aus Oberösterreich und Salzburg stellten sich mit Büromaterial ein (namentlich möchte ich die Spender nicht anführen, um einer Intervention seitens der US-Botschaft vorzubeugen).

Die Spenden sind so umfangreich, dass wir statt des 20 Fuß Containers einen doppelt so großen (40 Fuß) beladen können. Das größte Problem stellen die recht sperrigen Krankenhausbetten dar und es könnte sein, dass wir sogar mit diesem Großcontainer nicht alles transportieren können; aber anders gesagt, die materielle Basis für eine folgende Solidaritätsaktion ist geschaffen.

Was noch fehlt, sind die finanziellen Mittel für die Transportkosten in Höhe von ca. 3.600 Euro. Durch die große Breite (die politischen Zugänge reichen von der KPÖ über SPÖ und Grüne, Gewerkschaften, Arbeiterkammer bis zu den zahlreichen Spendern, denen an dieser Stelle unser Dank ausgesprochen werden soll) sind wir unserem Ziel, jedes Jahr einen Container für Kuba oder 40 Fuß Solidarität, einen wichtigen Schritt näher gekommen. Wenn der Container 05 auf der Reise ist, werden wir Rechnung legen und gemeinsam mit der ÖKG unsere Arbeit fortsetzen.

Durch unsere guten Verbindungen und die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen (besonders hervorzuheben ist "Energy for Cuba" und gewerkschaftliche Zugänge) verfügen wir über eine solide Basis. Wir laden alle Solidaritäts-Bewegten ein, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Sei es durch aktive Mitarbeit, Organisierung dringend benötigter Güter, den Beitritt zum "120er Club" oder die Aufbringung von finanziellen Mitteln.

Kontaktadressen:
- ÖKG OÖ, 4040 Linz, Linke Brückenstraße 20
- "Energy for Cuba", Gery Senzenberger 0664/4269794
- Stefan Krenn, Mail kreste@everyday.com
- Bankverbindung: SPARDA Linz, BLZ 49460, Kontonummer 000423411

Stefan Krenn


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