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KPÖ ehrte Widerstand mit Kranzniederlegungen

  • Sonntag, 8. Mai 2005 @ 21:18
Antifa Mit Kranzniederlegungen bei der Gedenktafel für 42 kurz vor Kriegsende im KZ Mauthausen ermordete Widerstandskämpfer an der Klagemauer sowie beim Einmarsch der Delegationen auf den Appellplatz beim Sarkophag ehrte die KPÖ bei der großen Befreiungsfeier am 8. Mai 2005 den antifaschistischen Widerstand und die Opfer des Faschismus.


Bei einer Kundgebung von KZ-Verband und KPÖ an der im Jahre 2001 an der Klagemauer angebrachten Gedenktafel für die am 28. April 1945 bei der letzten Vergasungsaktion im KZ Mauthausen auf ausdrücklichen Befehl von Nazi-Gauleiter Eigruber ermordeten Antifaschisten - darunter der damalige KPÖ-Landesobmann Sepp Teufl - würdigten KPÖ-Landessekretär Leo Furtlehner und der Ehrenvorsitzende des KZ-Verbandes Oberösterreich, der Widerstandskämpfer Rudolf Haunschmid, den Widerstand gegen das Naziregime.

Während im März 1938 und in den Jahren danach hunderttausende ÖsterreicherInnen aus voller Brust „Heil Hitler“ geschrieen haben und in die Verbrechen des Nazifaschismus verstrickt waren, haben sich Teufl und seine Genossen bewusst gegen diesen Terror gestellt. Sie haben damit den Auftrag des „Moskauer Memorandums“ der Alliierten von 1943 nach einem „eigenen Beitrag“ als Voraussetzung für die Befreiung Österreichs geleistet. Sie haben fernab von falsch verstandenem Heldenpathos das getan, was für sie selbstverständlich war „wir können nicht warten, bis uns andere befreien, wir müssen selbst etwas dazu beitragen“.

„Umso mehr kann es kein Ende der Debatte über die Naziära geben“ forderte Furtlehner: „Es kann und darf nicht akzeptiert werden, dass sich nach 1945 die Täter als Opfer deklariert haben und im Zuge der Restauration wieder in Amt und Würden gelangt sind. Es kann nicht akzeptiert werden, den Mantel des Schweigens über die Mitverantwortung zigtausender ÖsterreicherInnen an den Verbrechen des Nazifaschismus zu breiten. Es darf nicht akzeptiert werden, dass die WiderstandskämpferInnen vom politischen Establishment schon bald nach 1945 entgegen dem antifaschistischen Grundauftrag aus dem politischen Leben verdrängt und dass die wirklichen Opfer jahrzehntelang auf Anerkennung und Entschädigung warten mussten.“

Rund 21.000 Teilnehmer und Delegationen aus 51 Staaten waren trotz ausgesprochenem Schlechtwetter laut Angaben der Gendarmerie zur Kundgebung in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen anlässlich der Befreiung der Häftlinge durch amerikanische Truppen vor 60 Jahren gekommen. Die Veranstaltung wurde mit einem symbolischen Akt eröffnet, indem US-Soldaten wie am 5. Mai 1945 das Tor zum Appellplatz öffneten, wo sie von ehemaligen Häftlingen erwartet wurden. Hauptredner der Kundgebung waren Bundespräsident Heinz Fischer und Kardinal Christoph Schönborn.

In dem 1938 unmittelbar nach der Annexion Österreichs durch Hitlerdeutschland errichteten Nazi-Konzentrationslager Mauthausen und seinen rund 50 Nebenlagern wurde die Hälfte der insgesamt über 200.000 inhaftierten Menschen - darunter Regime-Gegner, Juden, Kriegsgefangene, Roma und Sinti sowie Homosexuelle - ermordet. Bereits im Vorfeld der Befreiungsfeier in Mauthausen fanden zahlreiche Kundgebungen bei Gedenkstätten in den ehemaligen Außenlagern und anderen Stätten der Verfolgung in der Nazi-Ära statt.

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