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„Braune Flecken“ in österreichischen Gemeinden

  • Samstag, 1. Januar 2005 @ 10:04
Antifa Eine (unvollständige) bundesweite Übersicht

Ansfelden: Mit einem einstimmigen Beschluß von SPÖ, ÖVP und FPÖ beschloß der Gemeinderat am 2. März 1995 die Umbenennung der Kernstockgasse.

Bad Goisern: An einer klaren Mehrheit des Gemeinderates scheiterte im Mai 1962 der Versuch der FPÖ zur Errichtung eines Denkmals für Franz Langoth. Jedoch existiert ein bis heute Gedenkstein für Langoth auf einem Privatgrundstück.

Bad Radkersburg: Noch 1995 bestand eine 1938 am Rathaus angebrachte Tafel mit einer Würdigung von Adolf Hitler.

Braunau: Das jahrelang für alte und neue Nazis als Wallfahrtsziel für rechtsextreme Kundgebungen verwendete Hitler-Geburtshaus wurde durch einen 1988 errichteten Gedenkstein dieser Funktion beraubt. An der Fasse eines im Privatbesitz stehenden Hauses ist nach wie vor der 1931 als Hitler-Huldigung angebrachte Spruch von Emmanuel Geibel „Am deutschen Wesen wird die Welt genesen“ angebracht, trotz finanzieller Zusagen der Gemeinde weigerte sich der Besitzer den Spruch bei einer Fassadensanierung 1991 zu entfernen.

Eberschwang: Auf einem Privatgrundstück befindet sich ein Gedenkstein für die SS-Division Prinz Eugen.

Fürstenfeld: Thematisiert wurde die Umbenennung der Kernstockgasse, der Gemeinderat lehnte eine Umbenennung jedoch ab.

Gampern: In der Ortschaft Pöring ist ein Bauernmuseum als Kernstockhaus benannt, dieses Museum wurde mit Subventionen der Landesregierung gefördert.

Graz: Die Umbenennung der 1964 nach dem Nazischriftsteller und Verfasser von Hitler-Huldigungen Robert Hohlbaum benannten Allee forderte die Junge Generation. Weiterhin existiert in Graz eine Kernstockgasse. Auf einem Grabstein am Grazer Friedhof wird bis heute der beim Nazi-Putschversuch am 27. Juli 1934 gefallene SA-Sturmbannführer Hans Tita Probst mit Hakenkreuz und dem Satz „Er fiel für Großdeutschland“ gewürdigt, eine von der KPÖ 1988 veranlaßte Überklebung wurde wieder entfernt, der offene Verstoß gegen das Verbotsgesetz wurde im Jahre 2002 von den Grünen neuerlich aufgezeigt.

Haslach: Erst 1998 wird die Ehrenbürgerschaft für Adolf Hitler in Haslach (Bezirk Rohrbach) als nichtig erklärt.

Hohenems: Von der GAL thematisiert und von der SPÖ unterstützt wurde die Umbenennung der 1909 benannten Kernstockstraße, im Gemeinderat jedoch knapp mit 17 gegen 16 Stimmen abgelehnt.

Leonding: Statt das baufällige Objekt zu schleifen wurde durch Gemeinderatsbeschluß im Jahre 2002 das seit Jahrzehnten von alten und neuen Nazis als Wallfahrtsziel verwendete Wohnhaus von Hitlers Eltern in Leonding zu einem Lager umgebaut.

Linz: Nach jahrelangen vor allem von der KPÖ geführten Auseinandersetzungen wurde die 1973 benannte Langothstraße am 24. März 1986 nach Bekanntwerden von Dokumenten über die Mitwirkung von Langoth an zahlreichen Todesurteilen für Widerstandskämpfer am Volksgerichtshof endlich umbenannt. Der Antrag der Grünen für die Umbenennung der Jahnstraße und der Jahnschule sowie die Entfernung des Jahn-Denkmals im Volksgarten wurde bei der Gemeinderatssitzung am 16. Dezember 1999 bei Gegenstimmen von FPÖ und ÖVP und Stimmenthaltung von SPÖ und LIF abgelehnt, das Thema Jahn wird von der KPÖ seit Jahren mit Erinnerungen zum Budget aufgerollt.

Offenhausen: Obwohl der Verein Dichterstein Offenhausen im Jahre 1998 nach jahrelangen Protesten vom Innenministerium aufgelöst wurde, existiert die 1961 errichtete und seit 1963 als Ziel der „Offenhausener Dichtertage“ dienende Anlage des Dichtersteins nach wie vor. Ebenso existiert ein Kernstock-Wanderweg.

Perg: Der Arbeiterball der SPÖ fand im Jahre 2002 in der ÖTB-Turnhalle statt. Nach jahrelangen Protesten wurde 1983 ein Spruch von Kernstock auf einem Haus in der Hauptstraße bei Renovierungsarbeiten entfernt.

Ried im Innkreis: Die Jahnturnhalle des ÖTB ist seit Jahren traditioneller Veranstaltungsort des Aschermittwoch-Treffens der FPÖ. Der ÖTB erhielt allein in den jahren 1991 bis 1996 von der Stadt Subventionen von 1,61 Mio. S mit Zustimmung der SPÖ.

Salzburg: In der ÖTB-Turnhalle befindet sich nach wie vor der Spruch der Waffen-SS „Unsere Ehre heißt Treue“.

Sankt Wolfgang: Trotz jahrelanger Proteste weigert sich der Gemeinderat die Franz-Xaver-Rais-Promenade, im Jahre 1983 benannt nach einem Arzt der in der NS-Zeit eine Jüdin bei den Nazibehörden denunzierte umzubenennen.

Seewalchen: Bei einer Gemeinderatssitzung am 24. Mai 1988 wird der Beschluß zur Benennung des örtlichen Schulzentrums nach Franz Karl Ginzkey ausgesetzt. Nach Ginzkey benannt ist weiterhin ein Wanderweg in Seewalchen.

Traun: Die Kernstockgasse wurde 1995 umbenannt.

Voitsberg: Vom Regen freigelegt war 1995 längere Zeit die Straßenbenennung „Adolf-Hitler-Platz 1“ am Hauptplatz von Voitsberg zu sehen.

Wels: Von unbekannten Tätern wurde die von AntifaschistInnen seit Jahren kritisierte 1964 angebrachte Gedenktafel für die Kameradschaft IV der Waffen-SS in der Sigmar-Kapelle im Jahre 1995 entfernt und nicht wieder angebracht. Umbenannt wurde 1997 Kernstockstraße. In Turnhalle an der Traun wurde 1997 die 1960 durch einstimmigen Beschluß des ÖTB-Turnvereins nach dem 1947 wegen Hochverrat verurteilten und 1959 verstorbenen NSDAP-Kreissschulungsleiter benannte Moritz-Etzold-Turnhalle. Beim Eingang zum Welser Messegelände befindet sich die aus der NS-Ära stammende Skulptur der „Welser Venus“.

Wien: Bereits 1992 wurde der Kernstockplatz im 16. Bezirk, 1993 auch die Kernstockgasse im 14. Bezirk gegen wütenden Widerstand der FPÖ umbenannt. Wegen der bis heute neben einer Jahn-Büste befindlichen Aufschrift „Den Deutschen kann nur durch Deutsche geholfen werden, fremde Helfer bringen uns nur Verderben“ weigerten sich SchülerInnen den Turnunterricht in der Jahn-Turnhalle in der Schleifmühlgasse im 4. Bezirk durchzuführen.


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