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Die soziale Frage hat Vorrang

  • Freitag, 11. November 2005 @ 14:39
Antifa von Leo Furtlehner

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Antifaschistinnen und Antifaschisten!

Der Zeitpunkt unseres heutigen Fackelzuges „Gemeinsam gegen Rassismus und Rechtsextremismus" ist nicht nur aktuell, sondern auch historisch passend.

In diesen Tagen vor 67 Jahren, im November 1938, fand in Nazideutschland die so genannte „Pogromnacht" statt, bei welcher jüdische Geschäfte in Brand gesteckt wurden und die den Auftakt zur millionenfachen Judenvernichtung war. Sie ist uns eine Mahnung bis heute. Der Antisemitismus ist eine der extremsten Formen des Rassismus und es gilt diesem in allen Formen entschieden entgegenzutreten. Wenn heute der iranische Staatspräsident zur Auslöschung des Staates Israel aufruft, müssen wir dem daher ein entschiedenes Nein entgegensetzen.

Rassismus ist heute leider immer noch und verstärkt und in vielen Formen existent, wie eine Erhebung über die starke Zunahme rassistischer Anschläge beweist. Der neoliberale Kapitalismus hat die Konkurrenz zum obersten Prinzip erhoben. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit werden als eine Form solcher Konkurrenz gezielt benutzt, um die Menschen gegeneinander aufzuhetzen und auszuspielen.

Nicht nur in Deutschland und anderen Ländern, sondern auch in Österreich verzeichnen wir zahlreiche Fälle wo Asylanten zu Tode kamen. Ich nenne stellvertretend nur drei Namen: Marcus Omofuma, Cheibane Wague, Ceesay Yankuba kamen bei Polizeieinsätzen zu Tode. Die Gerichte urteilen über die Täter auffallend milde. Die Strache-FPÖ stellt sich demonstrativ hinter die Polizei.

So sehr wir uns über den Niedergang Jörg Haiders und seines BZÖ freuen mögen, so sehr müssen wir über die Neuauflage der FPÖ unter Strache besorgt sein. Wir sehen es als politisch unerträglich, wie die FPÖ im Wiener Wahlkampf mit extremem Rassismus in Erscheinung getreten ist. Gegen Umtriebe wie diese richtet sich unsere heutige Demonstration.

Für uns als Linke hat immer die soziale Frage Vorrang vor nationalen Aspekten. Die Reichen werden immer reicher, gleichzeitig sind immer mehr Menschen durch Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und Pensionsraub in ihrer Existenz bedroht. Leider sehen viele dieser Betroffenen nicht die wirklichen Ursachen für ihre Misere, sind anfällig für Vorurteile und Hetze. Hier haben wir viel Aufklärungsarbeit zu leisten und müssen entschieden allen Erscheinungen des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit entgegentreten.

Daher treten wir gegen das Auseinanderdividieren und Aufhetzen auf. „Wir da unten" müssen unsere gemeinsamen Anliegen gegen „die da oben", gegen die Konzerne und die Reichen, gegen die Gewinner einer falschen Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums vertreten. Daher: Gemeinsam gegen Rassismus und Rechtsextremismus!

Rede von Leo Furtlehner bei der Auftaktkundgebung des Fackelzuges „Gemeinsam gegen Rassismus und Rechtsextremismus" am 11. November 2005 in Linz.

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